Samstag, 07.09.2013

>>Sächsische zeitung

Die Dippser Heide hat mehr zu bieten, als ihr Name erwarten lässt

Kapellen, Ruinen und Denkmale erinnern an frühere Zeiten. Und auch Kletterer finden immer mehr Gefallen an der Gegend.Die Wolfssäule in der Dippoldiswalder Heide erinnert daran, dass 1802 bei einer Jagd der letzte Wolf in der Gegend erlegt wurde. Neben der Wanderung zum Lerchenberg kann Oelsa auch als Start für Streifzüge durch die Dippoldiswalder Heide genutzt werden. Das Waldgebiet, das sich bis zur namensgebenden Stadt Dippoldiswalde erstreckt, beginnt am südlichen Ortsende.Die zwölf Quadratmeter große Heide, an deren Rand die Talsperre Malter liegt, birgt viele Sehenswürdigkeiten. Eine kleine Auswahl: Unweit von Oelsa liegt im Wald die Ruine der Barbarakapelle. Sie wurde um 1500 errichtet und trägt den Namen der Schutzheiligen der Bergleute.Weniger bekannt ist, dass die Dippser Heide auch immer mehr von Kletterern aufgesucht wird. In der Nähe von Oelsa wurden in den vergangenen Jahren viele kleine Felsen für den Sport erschlossen. An ihnen wird vor allem gebouldert, das heißt, ohne Seil und Gurt geklettert. Länger bekannt und herausragend ist der Einsiedlerstein. Der Sandsteinblock kann auf mehreren Wegen erstiegen werden und eignet sich sehr für Familien-Kletterausflüge. An dem Platz finden sich auch die Reste der Katharinenkapelle.Im Süden des Waldgebietes, unmittelbar bei Dippoldiswalde, wurde 1885 der König-Johann-Turm auf einer kleinen Anhöhe errichtet. Auf die 20 Meter hohe Aussichtsplattform führen 102 Stufen.

   
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