schmalspurbahn_dipps.jpgDie Weißeritztalbahn ist die älteste Schmalspurbahn Deutschlands. Ihre Trasse wurde beim Hochwasser 2002 an vielen Stellen komplett zerstört. Trotzdem finden mehrmals im Jahr Sonderfahrten und traditionelle Kleinbahnfeste statt. Vergessen Sie nicht diese Höhepunkte zu erleben! Eine Legende kehrt ins Weißeritztal zurück.Zur Einweihung der wiederaufgebauten Strecke soll eine IK-Lok nach Kipsdorf schnaufen. Nach der Ausschreibung im Amtsblatt der Europäischen Union haben sich bereits erste Firmen um den Wiederaufbau der flutzerstörten Weißeritztalbahn beworben. Zum 125. Streckenjubiläum im Jahre 2008 wird die Kleinbahn den Plänen nach wieder bis Kipsdorf fahren.

Flutspuren verschwinden bald
Von Domokos Szabó

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Am Eingang des Rabenauer Grundes versperrt ein Zaun den Zutritt zu den Bahngleisen.

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Rabenau. Der Countdown läuft. In wenigen Wochen soll der Wiederaufbau der Kleinbahn im Rabenauer Grund beginnen.

Wir freuen uns, dass sie endlich anfangen. Es wurde auch Zeit, sagt der Freitaler Klaus Schönberg. Schon als Kind fuhr er in der Weißeritztalbahn mit, doch seit der Augustflut 2002 muss er verzichten. Weite Teile der traditionsreichen Strecke fielen damals den Naturgewalten zum Opfer. Spaziert Schönberg mit seiner Frau wie zuletzt am Freitag durch den Rabenauer Grund, können sie immer noch die Spuren der Verwüstung besichtigen. Zerstörte Brücken, weggespülte Dämme und in der Luft hängende Gleise prägen das Bild. Doch nicht mehr lange.
Demnächst sollen die Aufträge für den Wiederaufbau des Abschnitts Freital–Dippoldiswalde vergeben werden. Nach einer europaweiten Ausschreibung steht auch fest, was die Arbeiten kosten sollen: 13Millionen Euro sind für die 16Kilometer vorgesehen. Nachdem es in den vergangenen Jahren etliche Ankündigungen und pünktlich zur Landtagswahl vor zweieinhalb Jahren sogar einen ersten Spatenstich gab, halten sich nun die Offiziellen zurück. Niemand wagt eine Aussage dazu, wann genau die Bautrupps loslegen. Wenn nichts dazwischen kommt, könnte es Ende April, Anfang Mai so weit sein, heißt es hinter vorgehaltener Hand. Eine Verzögerung würde indes dazu führen, dass die Bimmel dieses Jahr nicht mehr wie vorgesehen bis Dippoldiswalde rollen kann.


Ralf Kempe, Chef der Interessengemeinschaft Weißeritztalbahn, hofft aber auf ein gutes Gelingen: „Wir sind im Moment voller Optimismus.“
Die SZ wird den Wiederaufbau mit einem Bautagebuch begleiten.

www.weisseritztalbahn.de

In unserer heutigen Ausgabe der SZ (02.07.08): Ziel: Weißeritztalbahn fährt ab Dezember. Zwischen Freital und Dipps gehen die Arbeiten für den Wiederaufbau voran. Mitte August startet der Gleisbau.

Am Viadukt keine halben Sachen

Von 19 Millionen ist die Hälfte bereits verbaut. Die Arbeiten an der Weißeritztalbahn liegen im Plan. Ab Dezember werden die ersten Züge durch den Rabenauer Grund fahren. Jetzt wird das Viadukt an der Malter saniert.

Aus Wochenkurier v. 16.07.2008