Die großen Jungs haben sich einen Kindertraum erfüllt: In monatelanger Handarbeit sind die berühmtesten Eisenbahnstrecken Sachsens im Maßstab 1:22,5 entstanden. Lothar Hanisch (ganz rechts) hat mit Technikern und Baufachleuten dafür das Grundstück eines Dreiseithofes saniert und umgebaut.Foto: D. Förster
 

In der Sächsischen Schweiz hat ein Bastler die Elblandschaft zwischen Decin und Meißen detailgetreu nachgebaut.

Kurort Rathen. Nach zwei Jahren Bauzeit will Lothar Hanisch seine Eisenbahnwelten am Karfreitag für Besucher öffnen. Vor der Rathener Felskulisse hat der gelernte Techniker 4,5 Kilometer Schienen verlegt – auf einer Fläche so groß wie anderthalb Fußballfelder. 30Züge sollen zu jeder Zeit parallel fahren, 28 Kameras überwachen das Geschehen.

Damit ist die Anlage die größte der Welt, zumindest in der Spurweite LGB eines Nürnberger Herstellers. Hanisch und seine zehn Mitarbeiter haben das Elbtal zwischen Decin und Meißen naturgetreu abgebildet, mit Details von der Bobbahn in Altenberg oder der Felsenbühne in Rathen, natürlich inklusive Indianer. Rund 800000 Euro hat der geborene Radebeuler in seine Idee investiert. Auch eine Schauwerkstatt und eine Pension sollen auf dem Gelände Platz finden, das er gemeinsam mit seiner Frau Margot in Oberrathen betreibt. Jetzt hofft Hanisch auf jährlich 60000 Besucher – dann würde sich der Eisenbahntraum sogar rentieren.


                                         

   
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