Es gibt jetzt Tage, da sieht selbst der stärkste Sachse so richtsch gähksch aus. Sie können auch gäkch sagen, aber das ändert nichts daran, dass Sie bleich, blass und kränklich aus der Wäsche gucken.

In diesem Zusammenhang wird Ihnen je nach Sprachraum möglicherweise das Gäken, Gäcken oder Käken nicht erspart bleiben. Kurz: Sie müssen reihern. Es handelt sich darum, dass sich das Innere nach außen kehrt. Eine nähere Beschreibung des Vorgangs möchte ich Ihnen angesichts des herbstlichen Krankenstandes ersparen. Es könnte schlimmer kommen. Denn de Bazilln kenn keene Grenzen.

Dann kommt es zu Kopfschmerzen, es brummt dorr Nischl oder de Rübe tut weh. Oft schmerzt der Bauch, dieses unerträgliche Wanst-rammln und das Ergebnis, was hinten rauskommt ist ein flodder Oddoh oder ä Dünnpfiff. Es ist Ihnen gar nich hübsch, und Sie fühlen sich irschendewie gomisch. Meine Tante beginnt in solchen schweren Fällen von Unwohlsein mir viel Gesundheet zu wünschen. Denn ohne Gesundheet is mr ja immerzu krank. Ach, de Männer sind de reensten Mimosen, sagt sie dann und geht in die Küche, um mir ein Süppchen zu kochen. Allerdings nicht irgendeine Suppe, sondern eine Hühnersuppe. Offensichtlich muss auch Theodor Schröder aus Meißen ab und zu eine Suppe auslöffeln, denn er erinnert per Postkarte an einen Spruch, der nicht in Vergessenheit geraten darf. Auch meine Tante benutzte ihn stets beim Servieren der Hausmedizin: In diesem Dobbe schwimmd ä Huhn, was gestern daad noch hubbn duhn. Ich wünsche gute Besserung !

   
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