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Mal eine urige Gaststätte testen>>Am Lerchenberg>>>

Für meine Sachsenzimmergäste empfehle ich immer die Gaststätte Lerchenberg.>>Schon immer ein Ausflugsziel, 

wo man(n) sich wohlfühlt. Dazu in unserer heutigen Sächsischen Zeitung>>
Bunker, Korn und Kachelofen
Im Gasthaus „Zum Lerchenberg“ lassen sich viele Relikte aus der DDR finden. Manche kann man sogar trinken.
Von Jörg Stock
Wie schmeckte die DDR? Christian Beger schraubt, die Augen zusammenkneifend und breit lächelnd, eine Flasche blassgelben Inhalts auf. Das Etikett hat Stockflecken. Die Zeit im Keller hat ihm zugesetzt. Es ist Pfirsichlikör, nicht etwa ein nachgemachtes Ostalgieprodukt, sondern das Original vom VEB Nordbrand Nordhausen mit 23 Prozent Alkohol für 18 Mark der DDR. Kann man den überhaupt noch trinken? Der Wirt schenkt ein. Alle, die probiert haben, sind wohlauf, sagt er. Prost!
Im Gasthaus „Zum Lerchenberg“, dem 425 Meter hoch gelegenen Außenposten des Bannewitzer Ortsteils Börnchen, ehrt man die Tradition. Seit 122 Jahren ist das Lokal im Besitz von Familie Beger. Die alten Spirituosen aus der DDR-Zeit werden normalerweise nicht ausgeschenkt. Christian Beger, der Juniorchef, hat trotzdem einen erstaunlich großen Restposten behalten. Wer weiß, wozu der mal gut ist. Vielleicht für eine zünftige DDR-Fete, witzelt er, und blinzelt belustigt dazu.
Fest steht für den Wirt, dass die Gäste in der DDR mehr Hochprozentiges tranken, als heutzutage. Damals kamen bei der Hochzeitsgesellschaft schon nach dem Kaffee fünf Flaschen Schnaps auf den Tisch, Süßer, Brauner, Klarer, je nach Geschmack und Mode. Man konnte es sich leisten. Der doppelte Kakao-Nuss kam 90 Pfennige, eins zwanzig der Korn. Man schmiss gern mal eine Runde. Heute sind die Leute vorsichtig damit. Sie bestellen sporadisch, mal einen Ramazotti, mal einen Jägermeister. Sie haben Sorge, die Rechnung könnte aus dem Ruder laufen, denkt der Wirt.
Wer zu DDR-Zeiten privat ein Gasthaus führte, hatte es schwer. Während die Restaurants von Konsum und HO ihre Kontingente an Lebensmitteln und Getränken erhielten, guckten die Privatwirte oftmals in die Röhre. Senior-Chefin Helga Beger, heute 77, hat den Kampf um die Rohstoffe viele Jahre mitgekämpft. Dass nur ein Bruchteil von dem eintraf, was sie beim Großhandel anforderte, war normal. „Ich konnte bestellen und bestellen, aber es wurde immer nur gestrichen und gestrichen.“
Sohn Christian nickt. Beim Erich – er meint der Staatsratsvorsitzenden Erich Honecker – gab es alles. „Aber es war nicht genug für alle da.“ Man brauchte seine Quellen und man musste fix sein. So war die Wildfleischbeschaffung eine abenteuerliche Hauruck-Aktion. Hatten die Interhotels mal keinen Bedarf, konnten die Begers auf Zuruf Wildschweine, Hirsche und Rehe in Dresden abholen – im Ganzen. Daheim zerlegte ein halbes Dutzend Fleischer die Tiere, mitunter die ganze Nacht hindurch, und das Fleisch wurde, aus Platzmangel in den hauseigenen Gefriertruhen, zurück nach Dresden gekutscht, um es dort bei irgendeiner „Quelle“ einzulagern.
Der „Lerchenberg“ war stets beliebt für Familienfeiern. In der DDR wurden Hochzeiten bis zu zwei Jahre im Voraus gebucht. Helga Beger fand so manche Nacht wenig Schlaf, weil sie überlegte, ob die knappen Vorräte für die nächste Gesellschaft auch reichen würden. Aber letztendlich, sagt sie, stand immer etwas auf dem Tisch.
Auch am 30. Juni 1990, dem letzten Tag der DDR-Mark, feierte man auf dem Lerchenberg Hochzeit. Danach wurde es ruhiger. Die Leute hatten ihre Feiern abbestellt. Sie brauchten ihr Geld für andere Dinge, für neue Autos, Waschmaschinen, für all die Sachen, die sie hatten entbehren müssen. Das Gasthaus investierte auch. Vor allem in eine neue Küche, die allein etwa eine halbe Million D-Mark kostete. In dem alten Gebäude wurde viel gebuddelt, sodass man die Wirtsleute fragte, ob sie neuerdings ein Bergwerk eröffnet hätten.
Im Gastraum blieb viel beim Alten. Die bernsteinfarbene Holztäfelung, die der Stube ihre rustikale Stimmung gibt, stammt aus den 1950er-Jahren. Die Deckenlampen mit den witzigen Figuren – dem glücklosen Schweineschlächter, dem kollidierten Skifahrer, dem Urlauber, der mit Rucksack und Kartoffelhacke stoppeln geht, schnitzten Oelsaer Holzbildhauer um 1947. Der grüne Kachelofen neben der Sitzecke „Radio“, so benannt, weil dort früher ein Lautsprecher hing, wurde Anfang der 1980er gesetzt. Noch heute tut er seinen Dienst mit Holz und Kohlen. Der Wirt feuert gern. Und wenn es knackt und prasselt, sagt er, drehen die Leute erstaunt ihre Köpfe. „So was kennen die heute gar nicht mehr.“
Markt statt Marx – unterm Strich war es für die Begers ein guter Tausch. Der Einkauf ist kein Problem mehr. Aber der Absatz. In der DDR konnte man sicher sein, alles los zu werden, was da war. Man brauchte keinen Plan. Heute weiß Christian Beger nicht: Wird seine Gaststube voll sein oder leer? Die Küche vollführt eine Gratwanderung. Und die Gäste sind anspruchsvoller geworden. Einfach essen gehen sei vielen nicht mehr genug, sagt der Wirt. Es werde etwas Besonderes gesucht, es müsse dauernd „Action“ sein. Das mache das Geschäft hektisch. „Es fehlt die Ruhe.“
Attraktionen bietet der Lerchenberg eigentlich genug. Neben der Aussicht mit Aussichtsturm gibt es einen Bunker der Zivilverteidigung aus den 1970er-Jahren. Noch hat der Wirt keinen Dreh gefunden, den gemauerten Ausguck seinen Gästen schmackhaft zu machen. Dazu müsste man eine Rundfahrt im Panzer anbieten oder so was, sinniert er. Aber vielleicht tut’s ja auch ein Schlückchen Aprikosenlikör?

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Beim Fahrplanwechsel bekommen die Nachtbusse andere Haltestellen. Was heißt das für die Fahrgäste?

Der Fahrplanwechsel des Verkehrsverbundes Oberelbe bringt für Nachtschwärmer, die aus Dresden zurück in die Region wollen, angenehme Neuerungen, informiert der Verkehrsverbund Oberelbe. Der Umstieg von den Dresdner Straßenbahnen in die Nachtbusse wird ab 14. Dezember bequemer. „Die Busse nach Dippoldiswalde, Wilsdruff und Pirna halten jetzt an derselben Haltestelle wie die Straßenbahn“, erklärt der Fahrplaner des Verkehrsverbundes, Torsten Roscher.

Die Busse der Linie 333 nach Wilsdruff, der Linie 360 nach Dippoldiswalde und H/S nach Pirna fahren zukünftig von der Haltestelle der Straßenbahnlinien 1, 2 und 4 in der Wilsdruffer Straße in Dresden ab. Die Straßenbahnen und Busse der Dresdner Verkehrsbetriebe treffen sich dort um 1.15 Uhr und 2.25 Uhr. „Wenn die Bahnen abgefahren sind, fahren die drei Nachtbusse in die Haltestelle und die Nachtschwärmer aus der Region können bequem zusteigen“, erläutert Torsten Roscher. Der Bus aus Pirna hält zukünftig unmittelbar am Dresdner Postplatz.

Den regionalen Nachtverkehr im Verkehrsverbund gibt es bereits seit elf Jahren. Die acht Nachtbuslinien verbinden in den Nächten zu Sonnabend, Sonn- und Feiertagen um 1.15 Uhr und 2.25 Uhr die Landeshauptstadt unter anderem mit Pirna, Dippoldiswalde, Wilsdruff, Freital und Heidenau. Dabei sind die Abfahrten abgestimmt auf den Fahrplan der Dresdner Verkehrsbetriebe, sodass die Nachtbusse auch mit der Straßenbahn gut zu erreichen sind. (SZ)

 

Aktuelles bei Sachsenzimmer! 

 

  • In der bunten Republk Neustadt (Dresden) befindet sich das Szeneviertel! Urige Kneipen warten auf ihre Besucher!
    • Bei Ihrer Dresdner Stadtrundfahrt mit den 22 Haltestellen, die eigentlich für Neudresdentouristen ein "muss" ist, sollten Sie unbedingt an dem schönsten Milchladen der Welt, derPfunds Molkereiaussteigen und staunen, auch derSenfladennebenan macht Appetit! Und um die Ecke in dem Travestietheater "Carte Blanche" gleich für den Abend die Karten reservieren, es wird garantiert ein gelungener Abend.
    • Von der Antike zum BarockVon Tobias Wolf  >>Nach der Ewigen Stadt zeigt Künstler Yadegar Asisi im Dresdner Panometer jetzt eine neue Version der Stadt im 18. Jahrhundert.Das neue Bild „Dresden–Mythos der barocken Residenzstadt“ ist jetzt näher am Original. >>Künftig ist dort wieder eine Stadtansicht von Dresden aus dem 18. Jahrhundert zu sehen. So zeigt das Barockbild nicht mehr nur den Vorabend des Siebenjährigen Krieges, sondern die ganze Epoche von 1695 bis etwa 1760. Asisi-Sprecher Karsten Grebe zufolge sei die Darstellung der Stadt nun weitgehend originalgetreu–dank der Hinweise vieler Dresdner sowie einiger Historiker. „Das Italienische Dörfchen hatten wir im ersten Bild noch mit reinen Fachwerkhäusern dargestellt“, sagt Grebe. „Tatsächlich war das Erdgeschoss aber immer aus massivem Mauerwerk.“
      Dazu gibt es neue Szenen mit Menschen der Barockzeit. Unter anderem ist ein Treffen des russischen Zaren Peter I. mit dem sächsischen Hofgoldschmied Johann Melchior Dinglinger zu sehen. Letzterer hatte beispielsweise den juwelenbesetzten „Hofstaat zu Delhi“ geschaffen, der heute im Grünen Gewölbe ausgestellt ist. „Die beiden hatten damals tatsächlich Kontakt, und Dinglinger lieferte dem Zaren seine Kunstwerke sogar bis nach St. Petersburg“, sagt Grebe. Nicht weit von der Szene laden Arbeiter gerade die frisch eingetroffene Sixtinische Madonna aus einem Planwagen. Das Bild war in den Jahren 1512 und 1513 vom italienischen Renaissance-Maler Raffaelo Santi, genannt Raffael, geschaffen worden. 1754 kaufte es schließlich der Sohn Augusts des Starken, August III., für seine Sammlung. Aus Anlass seiner Krönung als polnischer König ehrte ihn der Komponist Johann Sebastian Bach mit der Kantate „Preise dein Glücke, gesegnetes Sachsen“.
      Bach ist ebenfalls Bestandteil des Bildes. Die Szene zeigt ihn im Gespräch mit seinem Sohn Wilhelm Friedemann, der an der Dresdner Sophienkirche als Organist wirkte. Bei so viel Prominenz darf auch der Erfinder des europäischen Porzellans nicht fehlen. Offenbar trägt Johann Friedrich Böttger aber noch einen Vorläufer des später weißen Geschirrs vor sich her. Zog es die sächsischen Kurfürsten ins Grüne, bevorzugten sie den Wasserweg nach Pillnitz. Als Erinnerung daran liegt eine prunkvolle Gondel am Elbufer.
      Ein Jahr lang hat Panorama-Künstler Yadegar Asisi an dem Bild gearbeitet, um die vielen neuen Details einzufügen. Eine Einschränkung macht er mit Blick auf das frühere Barockbild trotzdem. „Ein Panorama ist niemals wirklich fertig“, sagt der Künstler. „Deshalb gibt es jetzt ein neues Dresden-Bild.“
      Eröffnet wird die Panorama-Ausstellung erst am 1. Dezember 2012. Bis dahin musste der rund 900 Kilo schwere und 27 Meter hohe Polyesterstoff noch verspannt werden. Außerdem errichteten Handwerker die Wände für die Begleitausstellung, die ebenfalls neu konzipiert wurde. Darin wird unter anderem eine vergoldete Nachbildung der Originalbüste Augusts des Starken gezeigt. Auch die bereits bekannte goldene Sonne, die ursprünglich an einem Neustädter Gebäude hing, findet in vergrößerter Form wieder Platz in der Schau. Dazu hat ein Dresdner eine Original-Flohfalle aus Elfenbein zur Verfügung gestellt. Denn im 18. Jahrhundert sei Waschen verpönt gewesen, so Asisi-Sprecher Grebe. „Stattdessen hat man sich eher gekratzt oder nur trocken abgerieben, weil Wasser als unrein galt“, sagt er. Die regulären Eintrittspreise für das Panometer sollen unverändert bei zehn Euro liegen

 

Dresden richtet deutsche Einheitsfeier aus

Der Veranstaltungskalender ist voll: Zum deutschen evangelischen Posaunentag im Juni erwartet die Stadt Dresden 16 000 Bläser. Rund eine halbe Million Besucher werden zum Canaletto-Stadtfest im August kommen. Sachsen ist dieses Jahr außerdem Gastgeber der deutschen Einheitsfeier und richtet das Fest auf dem Dresdner Altmarkt aus. Am 3. Oktober, der auf einen Sonntag fällt, sollen die Geschäfte in der ganzen Stadt öffnen dürfen. Darum hat Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) die Stadt gebeten. Mit einer halben Million Gäste rechnet Bunge an dem Festwochenende. Über zwei Millionen weitere Besucher werden wie jedes Jahr zum Striezelmarkt erwartet.

 

   

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Quelle (Wikipedia) und ausführliche Informationen

   
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