Gaststätte Parksäle

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Die Gaststätte Parksäle befindet sich auf einer seite des Kulturzentrums Parksäle (mehr dazu unter http://www.parksaele.de/kulturzentrum/. Es handelt sich um eine nette, ganz saubere Gaststätte, wo deftige aber leckere Gerichte geboten werden. Die ganze Speisekarte ist in der Webseite der Gaststätte (www.parksaele.de/gaststaette) zu finden. Nicht zu verachten ist auch ein lokales Bier namens Einsiedler. Kaum habe ich so ein gutes Bier getrunken. Die Bedienung ist gar nicht schlecht und die preise (siehe Karte) sind mehr als in Ordnung. Essen bestehend aus Hauptgericht+Bier+Nachtisch für etwa 25 Euro.

Pension Horst Reichel

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Sachsenzimmer ist einfach ein kleines aber feines Landhaus, wo Zimmer an Gäste gemietet werden.

Es befindet sich unweit von der Stadtmitte von Dippoldiswalde, der ein kleiner aber feiner Ort in Sachsen ist. Die günstige Lage von Dippoldiswalde ist ideal, um das Land Sachsen zu erkundigen. Tagesausflüge sind dafür perfekt und man darf einfach jede Nacht in dem gleichen Bett (beim Herr Reichel!) übernachten. Schon günstig und besser als gepäcke herumschleppen zu müssen und jedes Mal ein neues Bett aussuchen zu müssen oder?
Sachsenzimmer verfügt über 3 Unterkunftmöglichkeiten (1 Doppelbettzimmer, 1 Zweibettzimmer und ein kleines Appartement mit bis 4 Betten).
Ich war da im Sommer und habe eine Woche in dem Appartement gewohnt. Ich kann die Unterkunft nur loben. Saugünstig (40 Euro für 3 Pers., mit W-Lan-Zugang inklusiv!, plus Frühstuck), sauber, vernünftig ausgestattet -dank der kleinen Küche man kann sogar sein eigenes Essen kochen- und mit eigenem -kleinem aber feinem- Badezimmer, die Preis-Leistung-Verhältnis war mehr als vernünftig. Das Appartement verfügte auch über einen Wintergarten, wo man bequem sitzen und essen konnte.
Das Frühstück, mit hausgemachten Marmeladen und vom Besitzer eigenen Hühner frisch gelegte Eier (und auch billig, 3,50 pro Nase) ist nicht zu verachten.

Ãœbrigens, man kann vorm Haus das Auto parken.

Gast-Impressionen über Dresden

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Gast-Impressionen über Dresden:

Die Berichte der Medien über den Wiederaufbau der Dresdener Frauenkirche ließen schon bald den Wunsch aufkommen einmal selbst nach Dresden zu fahren. In diesem Sommer war es dann endlich soweit. Es gibt eine direkte Zugverbindung von Oldenburg nach Leipzig. Von dort einen schnellen Anschluss zum Ziel. Ich wählte aber zur Anreise den Weg über Bremen, Hamburg, Berlin nach Dresden. So sah ich vom Zug aus Mecklenburg, Brandenburg und Sachsen. Nach Dresden hinein bekam man schon eine Vorahnung von der "Sächsischen Schweiz" . Ich hatte mich eingemietet in Dippoldiswalde beim „Sachsenzimmer“. Das ist zwar 20 km außerhalb, doch die Busanbindung ist optimal.

Ich näherte mich dann vom Bahnhof aus der Frauenkirche . Durch die Prager Straße geht man durch eine lebendige Einkaufsstraße, bis man zu den wiederaufgebauten historischen Stätten kommt. Zunächst die Kreuzkirche , berühmt der Knabenchor, dann sieht man die Frauenkirche - ein berührender Moment für mich. Nein ich bin nicht gleich hineingegangen. Ich suchte nach einem besonderen Moment dafür. Der war dann gekommen, als ich am Sonnabend abends, an meinem Geburtstag, das Konzert des Bach Chors, London und des Philharmonischen Kammerorchesters, Dresden mit dem Oratorium "Die Jahreszeiten" von Joseph Haydn besuchte.

Am Sonntagmorgen habe ich dann einen Gottesdienst besucht und abends auch noch einen anglikanischen Gottesdienst in englischer Sprache beigewohnt. Vorher besuchte ich das Verkehrmuseum. Interessante Exponate sind dort ausgestellt. Mich fesselte aber besonders der besondere Film im Verkehrsmuseum : "Dresden - Alte Pracht und neuer Glanz". Einzigartige dokumentarische Filmlaufnahmen von 1913 und 2007 zeigten frühe Bilder des pulsierendem Lebens zu Lande, zu Wasser und aus der Luft. Sehenswürdigkeiten zur Zeit der "Goldenen Zwanziger" und unwiederbringlich Verlorenes wie Zirkus Sarrasanni, das Kugelhaus oder dem Ausstellungspalast im Großen Garten. Dann das Entsetzliche: 1945 warfen englische und amerikanische Bomber eine halbe Millionen Bomben auf Dresden. Etwa 35.000 Menschen verloren ihr Leben. "Elbflorenz" versank in Schutt in Asche. Gerhart Hauptmann schrieb: "Wer das Weinen verlernt hat, der lernt es beim Untergang Dresdens wieder". Der Wiederaufbau ließ viele historischen Sehenswürdigkeiten mühevoll neu entstehen, den stalinistischen Dogmen fielen aber auch wichtige Bauten zum Opfer. Krönender Abschluss des Filmes ist der Wiederaufbau der Frauenkirche. Erneut ist deren Kuppel zum Symbol der Kraft des Dresdner Bürgerwillens geworden.

Dresden ist keine Stadt - Dresden ist eine Weltanschauung. Da für die folgenden Tage Regen- und Gewitterschauer angesagt waren, entschloss ich mich das noch gute Wetter zu nutzen um eine Fahrt mit einem Raddampfer zu machen. So machte ich eine Stadtrundfahrt zu Wasser. Auf dem 120-jährigem Raddampfer "Stadt Wehlen" schiffte ich mich an den Brühlschen Terrassen ein. Es ging in 1,5 Std. elbaufwärts von der historischen Augustusbrücke aus bis zur Löschwitzer Brücke, dem "blauen Wunder". Zunächst unter der noch zu DDR-Zeiten wieder errichteten Carolabrücke und der historischen Albertbrücke hindurch. Dann vorbei an den Elbschlössern "Schloss Albrechtsberg" , dem "Lingner-Schloss" und dem "Schloss Eckberg" . Vorbei an Weinbergen sahen wir das Schillerhäuschen , wo Friedrich Schiller wohnte. Als Schiller sich in Dresden aufgehalten hat verliebte er sich in eine Wirtstochter, die er im Wallenstein verewigte als Gustl von Blasewitz „Was? Der Blitz! Das ist ja die Gustel aus Blasewitz.“ Auf diesem Weg passierten wir auch die Baustelle der Waldschlößchenbrücke (siehe bei Google unter dieser Bezeichnung!), die dazu geführt hat, dass Dresden das Prädikat "Weltkulturerbe" verlor. Als wir uns wieder den Anlegestellen näherten bot sich uns das ganz herrliche Panorama der Dresdener Altstadt.

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Besichtigungen:

Ein Spaziergang durch den Zwinger ist überwältigend und der Weg auf dem Umgang oben erschließt einem die volle Schönheit dieser Anlage. Ist man einmal dort bietet sich die Gemäldegalerie „Alte Meister“ zur Besichtigung an. Dort geht man alleine schon wegen der Sixtinischen Madonna hin. Leider war der Besucheransturm, der Touristenrummel zu groß, um sich in den Anblick zu versenken. Ständig wurde fotografiert, geblitzt, da kam bei mir keine Andacht auf. Sehenswert auch die barocken Rubenswerke. Alles in allem waren mir die Bilder zu eng gehängt. Schlimmer empfand ich den Publikumsandrang.

Die Porzellansammlung , die Rüstkammer , den Mathematisch-Physikalischen Salon habe ich mir für ein nächstes Mal aufgehoben.

Mehr Zeit habe ich mir genommen für das Grüne Gewölbe . Im Neuen Grünen Gewölbe wird der Prunk der Kunsthandwerker in Vitrinen ausgestellt. Der Kirschkern in dem 180 Köpfe eingeschnitten sein sollen. Durch eine Lupe kann man den Kirschkern betrachten und die Köpfe nachzählen. Ãœberwältigend ist die Pracht der edlen Werke, die alle aufzuzählen hier den Platz sprengen würde. Erwähnt werden soll aber der Hofstaat zu Dehli am Geburtstag des Großmoguls Aureng-Zeb 137 aus Gold gegossene und farbig emaillierte Figuren tummeln sich in dem Festzug. Sieben Jahre hat der Hofgoldschmied Johann Melchior Dinglinger mit seinen Brüdern Georg Friedrich (Emailleur) und Georg (Juwelier) sowie 14 Gehilfen daran gearbeitet. Ãœber 5000 Diamanten, Smaragde Rubinen und Perlen wurden verarbeitet. Im Historischen Grünen Gewölbe stehen die Kunstwerke nicht in Vitrinen, sondern frei auf Konsolen. Geordnet nach Elfenbein-, Bernstein-, Silber-, Juwelen- und Goldschmiedezimmer. Beschriftet sind die Kostbarkeiten nicht, sondern ein Audioguide, den jeder Besucher erhält, geleitet einen durch die Ausstellung.

Die Brühlsche Terrasse: Wer nicht auf der Brühlschen Terrasse gewesen ist, kann kaum behaupten in Dresden gewesen zu sein. Die rund 500 m lange, 200 m breite Anlage mit ihren berühmten Bauwerken und Denkmälern. Man sieht die Augustusbrücke, die Raddampferflotte, kommt vorbei an der Hochschule für Bildende Künste, zu den Kasematten der Festung Dresden, das Albertinum , kurz die ganze Altstadt mit ihren Prachtbauten und Kirchen im Rücken, vor sich die Neustadt.

Wenn ich auf Reisen bin bestaune ich nicht nur Monumente, Schlösser, landschaftliche Besonderheiten und die heroische Geschichtserzählungen, sondern möchte auch die Leute kennenlernen. Da ist es oft interessant in Gasthäuser, der Einheimischen zu gehen. In Dresden ist das mir nicht gelungen. Der alte Trick, mit einer Straßenbahn mehrere Stationen weit raus zufahren und zu Fuß wieder zurückzulaufen, klappte nicht. Einmal hat mich ein Gewitterguss überrascht, dann wiederum bin ich wohl nicht weit genug herausgefahren, denn eine Kneipe habe ich nicht gefunden. Außerdem war ich auch zu erschöpft um noch Gewaltmärsche hinter mich zu bringen. Mein Quartier hatte ich Dippoldiswalde bezogen. Da „musste“ ich täglich mindestens einmal raus- und wieder zurück 20 km mit dem Bus fahren durch eine sehr schöne sanft hügelige Landschaft. So lernt man auch Leute kennen, die in den Ortschaften zu - und ausstiegen.

An der Glashütter Straße 9 b bei Horst habe ich bei der Familie Reichel gewohnt (www.sachsenzimmer.de) . So bekam man auch einen Einblick ins heimische Leben. Ich hatte das Appartement im dicht bewachsenen Garten - Natur pur. Himmlische Ruhe wie im Garten Eden. Horst stellte mir das Frühstück in den Wintergarten, sonst sah ich nur die hauseigenen Entenfamilien, die sich schnatternd im Garten über die Schnecken hermachten und bei mir nachschauten, ob bei mir etwas zu holen war. Das Appartement war ein kleine Wohnung. Kein großer Luxus, aber alles praktikabel. Geschlafen habe ich nicht in teuren Daunen und Damast, aber tief und fest wie im Paradies.

Die Sachsen sind aufgeschlossen, sehr freundlich und immer hilfsbereit. Das habe ich mehrfach erfahren, wenn ich nach dem Weg fragte, in den Geschäften nach bestimmten Artikeln fragte oder mir in der Gaststätte was erklären ließ.

Die traurigste Geschichte Dresdens Auszug aus einem schriftlichen Bericht:
Wir versuchten dem Feuer zu entkommen, weil der Qualm das Leben des Kindes gefährdete. Der zweite Angriff trieb uns in den Keller eines brennendes Hauses. Als wir am 14. 2. gegen 9.30 Uhr unseren Unterschlupf verlassen konnten - bis dahin waren wir vom Feuer eingeschlossen worden - bot sich uns der furchtbare Anblick der Großen Plauenschen Straße. Das Vorderhaus unserer Eltern war zerstört. Alle Bewohner des Hauses waren rettungslos verloren, durch Verschüttung eingemauert und dann verbrannt. Der Anblick war erschütternd und ist kaum zu beschreiben. Der ganze Stadtteil nur Schutt und Asche, man konnte Hunderte Meter sehen - kein Haus, das den Blick auffing. Ein Bild totaler, wahnsinniger Zerstörung, ein Werk des Teufels. Kein Mensch, außer weniger Ãœberlebender, die aus ihren Kellern krochen, keine Luftschutzpolizei, einfach nichts was helfen konnte. Wir mussten mit dem Kind auf jeden Fall aus diesem Qualm, aus dieser Hölle heraus. Ich trug den Jungen über Steinberge, zwischen brennenden und einstürzenden Häusern hindurch, vorbei an Toten und Sterbenden........Sechs Tage später ging ich zur Schadenstelle. Die Schuttmassen waren noch so heiß, dass man nicht stehen konnte ohne die Schuhsohlen zu verbrennen. .... Nun hörte ich, dass man die geborgenen Toten am Altmarkt sammelte und sie mit Flammenwerfern zu Asche verbrannte. .......Ich bekam einige Leute zugeteilt, die nach meinen Anweisungen nach dem Keller gruben, wo ich meine Eltern vermutete. Wir legten den Eingang frei. Eine furchtbare Hitze stieg uns aus dem Keller entgegen und erlaubte nur einen Aufenthalt von wenigen Minuten. Am Eingang kauerten mehrere Menschen, die anderen an der Kellertreppe und weiter hinten im Luftschutzbunker waren die vielen anderen. Die Leichen waren in der Form als Menschen erkennbar. Sie zeigten noch genau den Körperbau, die Schädelform, waren ohne Bekleidung, Augen und Haare - also verkohlt und nicht zusammengeschrumpft. Bei Berührung fielen sie zu Asche zusammen und zwar restlos ohne Skelett oder irgendwelche einzelne Knochen. ......
(Archiv Interessengemeinschaft "13. Februar 1945" e.V.)

Statistik

Bei der Bombardierung Dresdens am 13./14. Februar 1945 wurden zerstört:

  • 174 000 Wohnungen - davon 75 000 total, 11 000 schwer beschädigt, 80 000 beschädigt.
  • 30 000 kulturhistorische Gebäude im Zentrum - 11 total, 9 sehr schwer beschädigt, 10 schwer beschädigt.
  • 20 Kirchen und 8 Kapellen total.
  • 40 Krankenhäuser, Lazarette und Privatkliniken.
  • 69 Kulturstätten
  • 35 Schulen
  • Die Anzahl der Toten ist umstritten. 35 000 konnten identifiziert werden, die Gesamtzahl der identifizierten und nichtidentifizierten Toten kann 100 000 übersteigen, Einige Historiker, Politiker und Militärs gehen sogar über 200 000 Tote.

(Info-Quellen zu den Todesopfern: Dresden im Luftkrieg, G. Bergander)

Dresden nannte man im Krieg auch als "Reichsluftschutzbunker", denn Dresden hatte für den Krieg keine strategische Bedeutung, keine Rüstungsindustrie oder Nachschubbasis für die Kriegsführung. Man erwartete nicht, dass eine Stadt die ein bedeutenden Ruf als Kulturmetropole hatte, je angegriffen werden würde.

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Quelle (Wikipedia) und ausführliche Informationen

   
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